Newsartikel - Alles Vegi – oder was? Vegan für Hunde?

Datum: Mittwoch, 18. November 2015

Einleitung:

Ja, es wird immer mehr zum Gesprächsthema: im Internet mehren sich die Seiten zum Thema vegane Hundeernährung, Hersteller produzieren veganes Hundefutter, Rezeptvorschläge sprießen an allen Ecken, Studien werden durchgeführt, sogar Tierernährungsberatung zur veganen Ernährungsweise für Hunde und Katzen findet man inzwischen. Warum ist das so – und noch viel wichtiger, macht es Sinn?


Inhalt:

Menschen füttern ihre Tiere zumeist aus ethischen Gründen vegan, was ich als menschlicher Vegetarier durchaus nachvollziehen kann.

Nun entspricht das Verdauungssystem von Hunden immer noch weitgehend dem der Wölfe. Es haben sich zwar über die Jahrhunderte einige Anpassungen (Studie zum Stärkeabbau bei Hunden gegenüber dem Wolf) und rassespezifische Gendefekte (Dalmatiner) ergeben, aber Hunde sind nach wie vor Karnivore, also Fleisch- bzw. Beutetierfresser. Somit ist eine vegane Fütterung keine artgerechte Ernährung in diesem Sinn, denn wir entfremden dem Hund seine natürliche Ernährungsweise.

Ist das ethisch vertretbar? Im Tierschutzgesetz steht: „Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat, muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen…“ Die Interpretation dieser Thematik ist schier unerschöpflich – eine Antwort hierauf darf sich jeder selbst geben.

Bleibt die Frage, ob Vegan den Hunden denn schadet?

Ein Risiko sehe ich bei der Deckung von essentiellen Aminosäuren (der Körper kann sie nicht selber herstellen und sie müssen deshalb über die Nahrung zugeführt werden), Kalzium, Spurenelementen und Vitaminen wie z.B. B und D. Dann besitzen tierische Eiweiße aufgrund ihrer Aminosäuren-Zusammensetzung für unsere Hunde einen höheren Nährwert als pflanzliche. Zusätzlich gelten Soja, Weizen und Mais immer noch als die häufigsten Allergieauslöser bei Futtermitteln.

Ansonsten kann es noch zu Akzeptanzproblemen bei ausschließlich veganen Mahlzeiten kommen und gerade bei diesen Hunden wurde mir von den Besitzern bestätigt, dass sie zu vermehrtem Kotfressen und Betteln neigen. Die Vermutung, dass die Hunde instinktiv versuchen einen Mangel auszugleichen der nicht gedeckt wird, liegt nahe. Es benötigt also schon einiges an Kenntnis und Erfahrung um eine vegane Ration bedarfsdeckend zu erstellen! Nicht unmöglich, aber komplex und anspruchsvoll.

Ich möchte nicht unerwähnt lassen, dass es krankheitsbedingte Sonderfälle gibt. Je nach Verlauf und Schwere der Erkrankung, empfiehlt sich manchmal eine vegetarische Ernährung mit geringerer Eiweißzufuhr. In diesen Fällen sind die Organe allerdings bereits so geschädigt, dass sie die notwendigen Substanzen nicht mehr in ausreichendem Maße verstoffwechseln können.

Ich finde es begrüßenswert, die tägliche Proteinzufuhr des Hundes an den Bedarf anzupassen und ein Übermaß zu vermeiden. So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig!

Denn die Schattenseiten beim Umgang mit der einen Tierart sollten wir doch nicht einfach zu Lasten der anderen Tierart verschieben. Das empfinde ich als falsch! Da muss es andere Wege geben um die Ungerechtigkeiten auszugleichen, da das Thema gesundheitlich (Allergien, synthetische Zusätze, Bio oder nicht Bio) ethisch (Entfremdung der natürlichen Nahrung, Haltung) und politisch (Soja-Boom, Nachhaltigkeit) weit komplexer ist, als es auf den ersten Blick scheint.

Noch ein Denkanstoß: Ich habe in diesem Zusammenhang gelesen, dass es „schizophren“ wäre, sich selber vegan zu ernähren und seinen Hund nicht. Aber ist es dann nicht auch „schizophren“ sich ein Tier aus der Gattung Karnivor anzuschaffen?

© Stephanie Wieland - Ernährungsberaterin für Hund und Katze -

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