Newsartikel - Quo vadis B.A.R.F.?

Datum: Mittwoch, 18. November 2015

Einleitung:

Die Gemüter laufen heiß, B.A.R.F. (ugs.: Barf, das Barfen) ist in aller (Hunde-)Munde und viele Hundehalter fragen einander: Barfst Du schon? Und wenn ja, wird der Hund wie der Wolf gefüttert oder gehört man zur „Löffelwaagenfraktion“? Rund um das Thema Barf und seine Stilblüten wird also heiß diskutiert. Aber, wer hat recht?


Inhalt:

Wofür steht nochmal B.A.R.F.?

Barf wird in der Regel im Deutschen mit: „Biologisch artgerechte Rohfütterung“ übersetzt. Das geht auf die ursprünglichen englischen Definitionen „Bones and Raw Food“ (Ian Billinghurst) oder „Born again raw feeders“ (Debbie Tripp) oder Raw and meaty Bones“ (Tom Lonsdale) zurück.

Ein schöne deutsche Interpretation ist meiner Meinung nach übrigens: „Bitte alles richtig frisch!“

Barfen ist leicht?

Eine, die das Barfen in Deutschland bekannt gemacht hat (wofür ich ihr ewig dankbar bin), ist Swanie Simon – in der Szene eine absolute Persönlichkeit. Sie sagt: „Barfen ist leicht. Barfen ist keine Religion. Barfen ist einfach nur Hunde füttern.“ Damit ist gemeint, dass Hunde in der Natur andere Tiere fressen und man sich bei den Futterkomponenten an dem Beutetier orientieren und versuchen sollte, dieses nachzustellen. Das bedeutet in der Regel 70-80% rohes Fleisch und fleischige Knochen sowie Obst, Gemüse, Kräuter und wenig bis gar kein Getreide.

Ist es wirklich so leicht? Ich sage: eindeutig Jein! Sicherlich sind die Grundlagen einfach, doch es gibt durchaus einige Regeln zu beachten und man muss sich mit der Materie beschäftigen. Von nichts kommt nichts! Gesundheitszustand, Rasse und Alter spielen eine wesentliche Rolle und auch der Bedarf an Vitaminen, Mengen-und Spurenelementen sollte berücksichtigt werden.

Selten füttern?

Für eine andere Grundeinstellung bei der Rohfütterung steht Mogens Eliasen. Er und seine Anhänger verfolgen den Ansatz, max. einmal am Tag, besser noch, nur drei- bis viermal in der Woche zu füttern. Rationsempfehlung: 6-8% seines Körpergewichtes. Dadurch soll der Hund das Erlebnis bekommen richtig satt zu werden und aufhören mäkelig zu sein. Zudem trainiert es die Magenmuskulatur und Bänder und verringert somit die Gefahr einer Magendrehung. Beim Wechsel vom Trockenfutter oder Gekochtem, plädiert Eliasen für eine vorsichtige Umstellung. Es benötigt eine gewisse Zeit bis der Magen-Darm und die Pankreas die für das Barfen geeigneten und notwendigen Enzyme produzieren, sowie der PH-Wert im Magen entsprechend eingestellt ist.

So sinnvoll der Ansatz bei der Umstellung ist, einiges an dieser Philosophie, allen voran die genannten Verdauungszeiten, erweckt in mir eine gewisse Skepsis. Ich weiss auch nicht ob diese Hunde mit ihm Haus leben und ob man dann die Küche und Mülleimer zum Hochsicherheitstrakt erklären muss.

Im Ganzen?

Dann gibt es da noch die Prey Methode alias „Prey Model Raw“ (PMR). Der Ansatz: ganze Beutetiere füttern, damit der Hund „alles bekommt was er braucht“ und wie er es in der Natur vorfinden würde. Darüber hinaus wird komplett auf Obst, Gemüse und Molkereiprodukte verzichtet und der harte Umstieg, ohne Gewöhnungsphase empfohlen. Konsequenterweise werden für PMR eigene Futter-/Schlachttiere gehalten, damit man die Kontrolle über die Haltung und Fütterung der späteren Beutetiere hat. Auch diese Rohfütterungs-Philosophie folgt auf ihre Weise dem Ur-sprünglichen Ansatz: der Ur-Hund ist der Wolf.

Ich sage: wer den Hund füttert wie einen Wolf, dessen Hund wird auch sterben wie der Wolf. Man liest häufig in den Erfahrungsberichten über diese Hunde dass sie oft nüchtern erbrechen müssen. Eine zusätzliche Gemüse- oder Obstfütterung ist laut PMR angeblich nicht schädlich aber überflüssig. Wichtige Rohfaseranteile, Vitamine und Spurenelemente bleiben somit aber per Konzept außen vor. Studien wurden hierzu noch nicht betrieben aber, dass diese Fütterungsweise Tierärzten und den meisten Tierernährungsberatern die Tränen in die Augen treibt, ist verständlich.

Instant-Barfen?

Auch die Industrie macht sich den ungeschützten Begriff zu Nutze und wirbt mit „Trockenbarf“ (zumeist getrocknete Fleischmehle) oder „Barf aus der Dose“.

Hallo? Biologisch artgerechte ROH-Fütterung? Also wenn sich die Gemüter bei Barf und den einzelnen Philosophien um eines nicht scheiden, dann, dass Fleisch und Innereien roh und unbehandelt gefüttert werden.

Auch bei sogenannten „Fertigbarfmenüs“ gibt es leider nur wenig Licht aber viel Schatten. Der Muskelfleisch- und Rohfaseranteil ist meistens zu niedrig, dafür strotzen die Mischungen zumeist vor Pansen und Blättermagen. Auch hier gibt man dem Individuum kaum eine Chance.

Fazit

Ich für meinen Teil sage: jeder Hund ist ein Individuum!

Allein die Darmflora ist bei jedem so einzigartig wie ein menschlicher Fingerabdruck. Was der eine Hund verträgt, verträgt ein anderer nicht. Bereits rasse-/zuchtbedingt liegen die unterschiedlichsten Veranlagungen vor. Aus einer Über- oder Unterversorgung an Vitaminen und Mineralien können langfristig Krankheiten entstehen. Ein Zuviel an Protein wiederum belastet Leber und Nieren. Aber ein direkter Vergleich mit uns Menschen zählt für mich an vielen Stellen nicht, da wir z.B. durch Heißhunger auf bestimmte Produkte unbewusst Mangelsituationen ausgleichen können – aber nur die wenigsten Hunde können einen Kühlschrank bedienen. Auch sind viele Rohstoffe mittlerweile belastet und nicht mehr in der Lage alles zu liefern. Pansen ist nicht gleich Pansen! Hier spielt die Haltung, die Fütterung und auch die Transport- und damit verbundenen Nüchternzeiten der Schlachttiere eine Rolle.

Ja, es wird sie immer geben, die Beispiele von Tieren, die mit oben angeführten Fütterungsarten uralt geworden sind. Gerechterweise muss man dann aber auch erwähnen: die gibt es leider auch bei der Trockenfütterung und selbst bei der artfremden veganen Ernährung für den Hund. Und es gibt die Hunde, die gar kein Barf vertragen oder mögen.

Mein Ziel ist es, alle Hunde, mit einer entsprechend angepasster Ernährung, möglichst gesund alt werden zu lassen – nicht mehr, aber auch nicht weniger!

© Stephanie Wieland Tierernährungsberaterin für Hunde und Katzen

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(Kritische-Tiermedizin.de / Dirk Schrader, prakt. Tierarzt)

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